Dienstag, 30. Oktober 2012

Kampf um Valkensward, 17. September 1944



Gefechtsbericht der 6. Kompanie, II./FjReg6                                    Valkensward, 17. September 1944

Gegen 1345 konnte der Einflug von Transportmaschinen und Lastenseglern aus südwestlicher Richtung beobachtet werden, was auf eine Großoperation der alliierten Streitkräfte schließen lässt. Kurze Zeit später kam auch der Regimentskommandeur, OLT von der Heydte, durch diese Luftlandekräfte alarmiert zur Inspektion der vorderen Riegelstellungen. Um 1430 begann der Beschuss unserer vordersten Stellungen südlich Valkensward durch britische Artillerie, gefolgt von einer Offensive ihrer Bodenstreitkräfte. Die Feindstärke betrug eine vollständige Panzerkompanie, eine Infanteriekompanie, 2 Aufklärungsabteilungen sowie einige Batterien schwerer Artillerie, die durch einen Luftbeobachter geleitet wurden. Unsere Stellung wurde von dem 1. Zug in der Ortsmitte, dem 3. Zug im östlichen Wald, dem 6. PzJg-Zug westlich in einem Waldstück sowie dem schweren Mörserzug nördlich Valkensward gehalten. Als taktische Reserve stand mir der 2. Zug zur Verfügung, der nördlich unserer Stellung zum Gegenstoß bereit stand. Als weitere Reserve standen Teile eines SS-Bataillons zur Verfügung, einen PzPi-Zug, 2 PzJg IV und ein PzJg-Zug (mot).

Östlich und westlich der Hauptstraße lagen Pz-Vernichtungstrupps in Stellung, um evtl. ausweichenden Panzerfeind zu bekämpfen.

Der Gegner griff auf breiter Front an und näherte sich mit seinen Aufklärungskräften voraus, gefolgt von den Panzern unseren Stellungen. Kurz vor Ortbeginn Valkensward geriet er in den Hinterhalt unserer Pak sowie der Pz-Vernichtungstrupps.


Entlang der Hauptstraße konnten drei Feindpanzer abgeschossen werden, die Pak und die Pz-Vernichtungstrupps wurden daraufhin durch Artillerie in Deckung gezwungen und durch Infanterie niedergekämpft. Allein westlich der Straße konnten die Feindpanzer am weiteren Vordringen gehindert werden.


Am Ortsrand kam es zu heftigen Nahkämpfen mit feindlicher Infanterie, die mehrere Male aus dem Ort herausgeworfen werden konnte. Der Regimentskommandeur führte den 1.Zug hier persönlich an.


Eigene Verstärkung traf nun regelmäßig ein und wurde durch mich erst in die Ortschaft selbst geführt, der SS-PzJg-Zug östlich zur Unterstützung des 3. Zuges geschickt. Zu diesem Zeitpunkt stieß der Feind westlich an Valkensward vorbei, zerstörte beide JgPz IV und griff unsere hinteren Teile an. Östlich lag ein feindlicher Panzerzug außerhalb der Ortschaft in Stellung und gab Deckungsfeuer. Über Infanteriekräfte verfügte der Gegner zu diesem Moment kaum noch, so dass er sich scheute direkt in den Ort vorzudringen.

In diesem kritischen Moment handelt Lt. Schmidt, ZgFhr 3. Zug, greift über das offene Feld mit seinem gesamten Zug die feindlichen Panzer an, vernichtet sie und dringt in Richtung der Hauptstraße weiter vor, wobei auch die letzten gegnerischen Infanteristen geworfen werden.


Mittlerweile waren die Verluste des Feindes so hoch, dass er sich auf seine Ausgangsstellung zurückzog. Doch auch unsere Kräfte reichten nicht aus um dem weichenden Gegner nachzustoßen. Das Gefecht endete mit relativ leichten Verlusten auf unserer Seite, allein der 1. Zug hatte 50% Ausfälle erlitten. Der Feind hatte 2 Züge Infanterie und 10 Panzer verloren.

Kommentare:

  1. Sehr schöner Kampfbericht, auch wenn ich mit dem Ausgang des Gefechts natürlich nicht zufrieden sein kann. Es ist wirklich schwer, die Infanterie aus den Häusern zu bekommen, ich brauche einfach größere Geschütze!

    Na egal, Valkensvart fällt, früher oder später!

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  2. Mir ist im Nachhinein auch aufgefallen, das ich insgesamt wirklich wenige Verluste hatte, auch im Vergleich zu Dir. Na klar warst ja der Angeifer, aber umso erstaunlicher, wieviel Druck die Guards machen konnten bis zu dem moment als der Deckungszug dann ausgelöscht wurde. EK 1 wird demnächst vergeben ;)

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  3. Ich war einfach nicht aggressiv genug und habe den Angriff völlig unnötig ins Stocken kommen lassen.

    Richtig wäre gewesen, in der 2. Runde vorm Missionsziel zu stehen und sich dort festzusetzen. Das und die teils extrem ineffiziente Artillerie haben es unnötig schwer für mich gemacht. Es auszuschießen funktioniert halt einfach nicht, das weiß ich jetzt.

    Trotzdem bin ich eigentlich fast froh darüber, dass es so gelaufen ist - denn auf diese Weise habe ich früh in der Kampagne gelernt, wie man es NICHT macht. Und ich meine, die "echten" Jungs hatten damals auch so Ihre Startschwierigkeien ... :-)

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  4. Ich hätte auch gedacht, dass ich Dich mit den ganzen Panzerfäusten, den ja insgesamt 6 PaKs und den beiden PzJg in schach halten könnte. war ja aber nicht so. Also werde ich letztlich doch das übliche brauchen, viel Infanterie, 88 und Jagdpanther... ;)

    Ich denke das Du das Gefecht schon richtig angegangen bist, denn als auf deiner linken eine Lücke war als meine Paks ausgeschaltet waren, bist du genau da durchgebrochen. Genau das wäre der Moment für den Hauptangriff mit der Infanterie gewesen. So war sie schon weg als die Lücke da war. Egal, wie auch immer, wir werden ja sehen was passiert...

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  5. Very nice batrep and pictures, great work!
    Phil.

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